Ein Projekt von

Day 16: Beginning the process!

Zuerst war da eine Idee, geboren aus einem kleinen inspirativen Moment, der von oben klar und hell in mich hereintropfte. Es war nur ein Bild, oder ein Gefühl für ein Bild, das sich jedoch je länger ich mich damit beschäftigte zu vergrößern begann, reicher wurde und sich schließlich zu einem Gesamtgemälde zusammenfügte. Ein Ort begann zu entstehen, bekam verschiedene Farben und Schattierungen, wurde ausgestattet, eingerichtet und durfte schließlich von mir oder meinem Ich betreten werden. Ganz eingenommen von diesem phantastischen Ort, sehe ich mich genau um,  nehme die verschiedenen Gerüche und Düfte war, beginne anders zu atmen und auf alles stellt sich mein Körper, meine Haltung, meine Mimik und Gestik neu ein, passt sich dem neuen Umfeld an.

Dann kommt wieder mein inneres Ich auf mich zu, beginnt seine Aufmerksamkeit nun auf meinen Körper zu richten, darauf, wie sich all das was sich in diesem geschaffenen Phantasieraum gebildet hat, physisch in meinem Körper manifestiert. Es ist als ob ich einer anderen Person dabei zusehe, wie sie sich in einem neuen Zuhause einrichtet, wie sie jede Ecke und jeden Raum gründlich erkundet. Und gleichzeitig stecke ich selbst in diesem Körper, wandere selbst durch diese Welt meiner Phantasie, ich passiere und lasse passieren – höre zu: Hinhören was aus diesem Moment entwächst, was sich manifestiert, welche Geschichte geschrieben, gespielt werden will.

Jeder Anfang eines Stückes ist wie eine neue Geburt, ein kleines Wesen, auf das man Acht geben muss, das behütet, genährt werden will und viel Aufmerksamkeit benötigt. Auch hier auf der Winterwerft gibt es in unserem gemeinsamen Probenprozess, aber auch in den Kleingruppen immer mehr solche kleinen Wesen, die über diese Woche hinweg weiter wachsen und heranreifen, bis wir sie von Donnerstag bis Sonntag im Live Stream mit euch teilen!

Winter Werft
jboehme@protagon.net
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