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Winterwerft 2021

PROLOG

Liebe Theaterfreunde-, Weltretter- und Winterwerftliebhaber*innen

Für den 18. Januar hatten wir einst den Auftakt für unser Winterwerft Ko-Laboratorium vor vielen Monaten geplant. Das wir im dunkelsten Zeitpunkt der Pandemie landen, hatten wir nicht geahnt, dass es zu Jahresbeginn für ein solches Projekt schwierig werden könnte… schon.

Aber, und das ist die gute Nachricht, sehen wir es als Herausforderung gerade jetzt nicht aufzugeben, gestärkt durch unsere erfolgreichen Kulturprojekte, die bisher mit klarem Konzept sicher Performative Kunst für viele Menschen im Coronajahr 2020 möglich machten.

Das kollektive Leben und Arbeiten in Gemeinschaft prägt alles Schaffen protagon und so auch die Winterwerft.

Es zeigt sich klar, dass kulturelles Arbeiten in Verbindung mit gemeinschaftlichem Leben, ein Weg ist, die Gefahr eines tödlichen Virus zu konfrontieren.

In Zusammenarbeit mit Hygiene- und Sicherheitsexpert*innen wurden von uns im „Coronajahr 2020“ das Theaterprojekt Sommerwerft im öffentlichen Raum realisiert und viele weitere Aktivitäten dazu. Unsere Arbeit und gesellschaftliche Aufgabe, als Theatermacher*innen zu stoppen, sahen wir gerade in diesem Moment, nicht als Option. Die  auf die  Covid19 Pandemie folgenden Restriktionen sind eine weitere Aufgabe für uns als Freies Kulturprojekt, das es mit Innovation und kreativen Mitteln anzugehen gilt. Nicht waghalsig und drauflos. Hingegen wollen wir  im klaren Umgang mit der Situation handlungsfähig bleiben und bewusst mit unserem Zusammenleben und Kultur umgehen.

Bleibt also dran und in Kontakt mit den Prozessen hier und einem Programm, das sich permanent aktualisiert, ebenfalls an diesen dranbleibt und sich in Blogs und Streamings mitteilt, euch dort teilnehmen lässt und kollaboriert.

Dies als Prolog, Einstimmung und Fanal

Bernhard Bub –  Vorstand des protagon e.V.

COLLABORATORY COLLAPS

 

We chose the right title and topic, that could not be more urgent: The collapse of the world as we know it, around us, right here, right know. And the unraveling of the myth of human isolation and superiority from and above the more than human world. With one virus thingy humbling us, showing us – impressively – the leaks of our sociatal constructions, the instability of our economic systems, and the immediate risk and danger of our economic behaviour and set of mind. It brings back to our everyday lives, what western society has mostly been seeking to ignore – vulnerability, limitations, death. The fact, that we are not the Lords and Ladies of the universe.

So how our societies and each and everyone individually is going to respond to that, is a vital question, especially with far bigger crises looming over the horizon. And that is not only a political question, or an economical , or a scientific one – it is also a cultural one.

Julian Böhme – Kurator

WENN DIE WELT STILL STEHT…

Wie ihr vielleicht erraten könnt, haben sich unsere Pläne auch für den öffentlichen Programmteil der Winterwerft vom 4. – 14. Februar 2021, geändert. Die Entwicklung, die die pandemische Situation eingeschlagen hat, gebietet es mit viel Um- und Rücksicht, Respekt bedachtsam zu handeln.

Vor vier bis sechs Wochen haben wir hoffnungsvoll die Möglichkeit gesehen, uns und euch analog auf der Winterwerft zusammen zu bringen. Und sei es mit Abstand, Masken und in ganz reduzierter Anzahl auf dem Vereinsgelände protagon. Auch hätten wir gerne auf unseren mobilen Reisen Theater, Tanz und Musik in die Straßen der Frankfurter Stadtteile zu euch gebracht. Dieser Teil der Winterwerft kann leider nicht stattfinden.

 

… DREHT SIE SICH TROTZDEM.

Wir beschränken unser Ko-Laboratorium Kollaps, auf die geplante Probebühne und Werkstattarbeit, wie es als wichtiger Bestandteil der Winterwerft 2021 geplant war.

Dabei entsteht in den nächsten vier Wochen (18.1. – 14.2.), eine Probebühne des Austauschs. Verschiedene kleine Arbeitsgruppen werden reflektieren, nachsinnen, Tanz und Theater machen. Die gewissenhafte und sichere Umsetzung für alle Beteiligten ist für uns oberste Priorität. Deshalb wird die auf dem Vereinsgelände lebenende Gemeinschaft antagon TheaterAKTion sich gemeinsam mit einigen wenigen Gästen, Freunden bzw. langjährigen Künstler*innenpartnerschaften im kleinen Kreis quarantänsieren und arbeiten. Was erarbeitet wird, möchten wir gerne an den Tagen 4./7./11./14. Februar 2021 mit euch teilen. Wie es sich derzeit gebührt, per Live-Stream. Uhrzeiten werden noch bekannt gegeben.