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GERÖLL

english below

GERÖLL
ist ein multimediales Poem in vier Gesängen. Eine Reise. Ein chorisches Stimmgeflecht.
Es erzählt von den Zuständen an Europas Aussengrenzen.
Dabei gibt es keine Hauptfigur. Kein Einzelschicksal. Wechselnde Stimmen kommen zu
Wort. Unterschiedliche Emotionen. Leben. Verstrickungen.
Die physischen Elemente Meer_ Wald _Erde spielen eine existentielle Rolle. Sie spiegeln
nicht nur das emotionale Erleben, sondern sind auch mythologisch zu lesen.
Aufbruch, Prüfungen, Tod.
Das Ziel ist Elysium. Die Insel der Seligen. Elysium.
Was ist das eigentlich? Ein vorhandener Ort? Eine Utopie? Etwas Selbstbestimmtes?
Veränderbares?
Wer hat Zugang zu diesem Ort? Wie gelangt man dorthin?
Und was geschieht an seinen Pforten?
Europa schottet sich radikal ab.
Ich bin an die EU_Aussengrenzen gereist, um herauszufinden, was das bedeutet. Wie sich
das auswirkt. Was das zur Folge hat.
Ich wollte es mit eigenen Augen sehen.
Einer der großen europäischen Werte lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Dieser Satz begleitete mich.
Für das Projekt bin ich an die die EU_ Außengrenzen gereist.
An die griechisch-türkische Seegrenze, nach Mytilini, Griechenland sowie Ayvalik, Türkei.
An die polnisch-belarussische Grenze, in den Bialowieza Wald, bis runter an die Ukraine.
Zuletzt an die spanisch-marokkanische Außengrenze. Nach Melilla, Spanien.
Sowie auf die andere Seite der Zäune, den Mont Gourougou und Nador, Marokko.
Ich sprach mit Geflüchteten, Aktivistinnen, Menschenrechtler:innen, mit Bewohner:innen
der Grenzgebiete, Journalist:innen …. begleitete die unterschiedlichsten Menschen, teilweise
tagelang.
Ich habe ein System vorgefunden, das meint, Europa und seine Werte zu schützen.
Und bin dabei auf Verstörendes gestoßen.
Auf ein System, das auf allen Seiten Hilflosigkeit und Verletzungen verursacht. Zerstörte
Menschen schafft.
Gleichzeitig habe ich Mitgefühl, Solidarität, Würde und Mut erlebt.
Meine Eindrücke und das Erlebte verdichtete ich sprachlich und fasste es in ein mehrteiliges
Poem.
GERÖLL_Ein Poem in vier Gesängen.
Das Poem berichtet von Europas Rändern.

DAS TEAM
Spiel
Philipp Hunscha
Anastasios Kalfas
Tanjana Tsouvelis

Poem & Konzept & Inszenierung
Tanjana Tsouvelis

Bühne & Kostüm
Hanna Zimmermann

Klangrahmen & Ton
stitcherandtailor

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für
Wissenschaft und Forschung. Kunst und Kultur, das Frauenreferat Frankfurt am Main, die
Autorenstiftung Frankfurt am Main

 

 

Nach dem Stück findet ein Nachgespräch mit den Künstler:innen und Valeria Hänsel statt.

Valeria Hänsel

Referentin für Flucht und Migration bei der Menschenrechtsorganisation medico international in Frankfurt. Studium der Philosophie, Sozialanthropologie an der FU Berlin und Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg. Migrationsforscherin im Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung kritnet und schreibt für Forschungsassoziation bordermonitoring.eu.

 

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GERÖLL
is a multimedia poem in four movements. A journey. A choral tapestry of voices.
It tells of the conditions at Europe’s external borders.
There is no main character. No individual fate. Changing voices have their say.
Different emotions. Lives. Entanglements.
The physical elements sea_ forest _earth play an existential role. They reflect
not only the emotional experience, but can also be read mythologically.
Departure, trials, death.
The destination is Elysium. The island of the blessed. Elysium.
What is that actually? An existing place? A utopia? Something self-determined?
Changeable?
Who has access to this place? How do you get there?
And what happens at its gates?
Europe is radically sealing itself off.
I travelled to the EU’s external borders to find out what that means. How it
affects people. What the consequences are.
I wanted to see it with my own eyes.
One of the great European values is that human dignity is inviolable.
This sentence accompanied me.
For the project, I travelled to the EU’s external borders.
To the Greek-Turkish sea border, to Mytilini, Greece, and Ayvalik, Turkey.
To the Polish-Belarusian border, to the Bialowieza Forest, down to Ukraine.
Finally, to the Spanish-Moroccan external border. To Melilla, Spain.
And to the other side of the fences, to Mont Gourougou and Nador, Morocco.
I spoke to refugees, activists, human rights defenders, residents
of the border areas, journalists… accompanied a wide variety of people, sometimes
for days on end.
I encountered a system that claims to protect Europe and its values.
And in doing so, I came across something disturbing.
A system that causes helplessness and injury on all sides. That creates broken
people.
At the same time, I experienced compassion, solidarity, dignity and courage.
I condensed my impressions and experiences into words and summarised them in a multi-part
poem.
GERÖLL_A poem in four cantos.
The poem tells of Europe’s margins.

THE TEAM
Play
Philipp Hunscha
Anastasios Kalfas
Tanjana Tsouvelis

Poem & Concept & Direction
Tanjana Tsouvelis

Stage & Costumes
Hanna Zimmermann

Sound Design & Sound
stitcherandtailor

Supported by Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für
Wissenschaft und Forschung. Kunst und Kultur, das Frauenreferat Frankfurt am Main, die
Autorenstiftung Frankfurt am Main

 

 

 

Date

14. February 2026
Expired!

Time

17:30

Labels

Deutsch

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