Ein Projekt von

by Kahn & Selesnick

Let’s Sit and Talk

Symposium – Wie sieht eine nachhaltige Stadt-, Land- und Weltbevölkerungskultur aus?

Diskussionsrunde mit Steve Valk, Nathalie Bromberger, Julian Böhme

Auf der Winterwerft werden in diesem Jahr nun zum dritten Mal Geschichten über den Menschen unserer modernen Gesellschaft erzählt und zwar in seinem Umgang mit seiner Mitwelt. Diese (Mitwelt) ist beschrieben durch alles, was uns umgibt. Das umfasst unsere natürliche Mitwelt – Tiere, Pflanzen, Wälder, Berge, Meere, Flüsse, Wasser, Erde, Luft, Feuer. Es umfasst aber genauso unsere kreatürliche Mitwelt, darunter verstehen wir all die Kulturgüter, die uns umgeben. Und zwar sowohl die technischen Errungenschaften, unsere Maschinen, mit denen wir produzieren, transportieren, konsumieren und kommunizieren, als auch die Kulturellen – unsere Sprachen, unsere Riten, unsere Künste.

Egal an welche dieser mitweltlichen Bereiche wir heute denken, uns ergreift seit Jahren zunehmendes Unwohlsein, ja ein Gefühl der Beklemmung und der Unfreiheit, egal wohin wir blicken. Damit fühlen wir uns nicht allein. Im öffentlichen Raum wird dieses Unwohlsein verbalisiert in den Begriffen Krise und Katastrophe – Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Klimakatastrophe, Naturkatastrophe, politische Krise, Demokratiekrise und so weiter.

Auf allen Kanälen wird von verheerenden und schädlichen Entwicklungen gesprochen, die von unserem menschlichen Handeln befördert werden. Und unser Glaube bröckelt. Politische Anführer sowie die Systeme, in denen sie operieren werden zunehmend weniger ernst genommen, unsere institutionalisierten Medien verlieren an allen Ecken und Enden an Glaubwürdigkeit, unser Produktions- und Konsumverhalten wiederstrebt uns, das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem ist dahin, der Glaube an seine Alternativlosigkeit und Allmacht jedoch fast ungebrochen. Wir bedienen uns weiter an den Ressourcen des Planeten und produzieren Unmengen von toxischem Müll, als gäbe es kein Morgen.

Und jetzt….  Wir ahnen, dass Veränderung unausweichlich ist.

Wir möchten innehalten. Uns leer machen. Keine voreiligen Schlüsse ziehen, keine vermeintlich einfachen Lösungen anbieten. Und stattdessen den Raum für Diskurs öffnen, für Spinnereien, für einen Blick von außen, innen, oben oder unten auf die Erzählung, das Narrativ, die Geschichte, den Mythos der allen Geschichten zugrunde liegt, auf deren Grundlage unsere Zivilisation alternativlos zu handeln glaubt.

Wir möchten der folgenden Diskussionsrunde eine Hypothese voranstellen: Nämlich das jeder Gemeinschaft, jeder Gesellschaft eine Geschichte – ein Grundungsmythos – zugrunde liegt, die sich die Menschen erzählen. Wir glauben an diese Geschichte(n). Sie ist unser Fundament. Von ihr ist bestimmt, wie wir die Welt wahrnehmen, wie wir uns durch die Welt bewegen und wie wir handeln.

Unsere Hoffnung ist: Den Mythos verstehen lernen, um Platz zu schaffen für neue Erzählungen. In der Hoffnung und dem Glauben, dass eine Erzählung für eine schönere Welt möglich ist. Unser Glauben ankert in unserem Gespür, dass Veränderung möglich ist und darin, dass Menschen durch mehr verbunden sind als getrennt.

Wir haben inspirierte und gleichermaßen inspirierende Menschen – engagierte, kunstschaffende, aktive und hoffnungsvolle Menschen – zum Gespräch eingeladen, um auf diesem Symposium Fragen zu stellen, Antworten zu suchen und Visionen zu spinnen für eine hoffnungsvolle Zukunft.

 

 

Veranstaltungsbild by Kahn & Selesnick: http://kahnselesnick.biz/

Datum

08. Februar 2020
Vorbei!

Uhrzeit

15:30 - 17:00
protagon Kulturgelände

Ort

protagon Kulturgelände
Orber Str. 57, 60386 Frankfurt am Main
Kategorie

Veranstalter

protagon e.V
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